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Wann und wie alles begann

Bereits zum Ende meiner beruflichen Ausbildung keimte der Wunsch nach einem Eigenheim. Da es aber schier unmöglich war ein halbwegs passendes Zweifamilienhaus als Bestandsimmobilie zu finden, haben wir uns schlussendlich dazu entschieden einen Neubau zu planen.

Anfang 2017 begann eine längere Zeit der Suche nach einem passenden Anbieter, denn immer wieder wurde unser Wunsch nach einem Keller als nicht erfüllbar abgetan. "Wer baut denn heute noch mit Keller?" - "Das birgt viel zu viele Risiken." - etc.

Letztendlich fanden wir im Juni 2017 hier in unserem Städtchen einen Bauunternehmer, der mit Keller baut. Wir waren natürlich endlich froh, jemanden gefunden zu haben, der nicht sofort zig Probleme sieht und der vor allem auch frei geplante Häuser bauen kann. Außerdem sollte es ja kein Haus in Holzständerbauweise sein.

Nun begann aber die Suche nach einem passenden Baugrundstück, die hier in der Stadt nicht reichlich vorhanden sind. Das kleine Baugebiet um die Ecke war längst ausverkauft. Es gab noch zwei weitere Grundstücke als Hinterlandbebauung, die aber leider nicht passten.

Unser Bauunternehmer hatte noch Zugriff auf zwei Baugrundstücke in einem bereits länger bestehenden Baugebiet. Anfangs wollte er uns das kleinere am Ende einer Stichstraße verkaufen, das uns natürlich auch gut ins Budget passte. Doch dann stellte sich während der Planung heraus, dass die Grundflächenzahl hier zu klein war für unser Haus. Also mussten wir auf das größere Grundstück ausweichen. Nun gut, es blieb uns nichts anderes übrig.

Zwischen Anfang Juli und Ende August bekamen wir etliche Vorschläge für Grundrisse. Immer wieder nannten wir konkrete Änderungswünsche, die aber nur selten im nächsten Entwurf umgesetzt wurden. Wenn dann mal endlich ein Wunsch umgesetzt war und wir einen weiteren Punkt geändert haben wollten, passierte es auch schon mal, dass der letzte Wunsch, der nach mehrmaligem Hin und Her endlich umgesetzt war, wieder nicht umgesetzt war. Die Zeit war sehr nervenaufreibend. Ende August war der Grundriss dann endlich soweit, dass es nur noch Kleinigkeiten waren und unser Bauunternehmer meinte, dass diese Kleinigkeiten auch noch nachträglich geändert werden können, der Bauantrag aber nun gestellt werden sollte. Denn hier war wenige Tage zuvor bekanntgegeben worden, dass nun wieder keine Bauanträge mehr nötig seien, sondern nur noch Freistellungsverfahren. Und diese sollten 2-4 Wochen benötigen, sodass noch Ende Oktober bzw. Anfang November mit dem Bau begonnen werden sollte.

Mittlerweile haben wir Ende März und es ist noch nichts passiert. Die Nerven liegen mittlerweile komplett blank, denn wir hatten im Sommer 2017 unter der Prämisse mit dem Vorhaben Eigenheim begonnen, dass wir im Sommer 2018 einziehen können. Daran ist nun überhaupt nicht mehr zu denken, was uns mehr als frustriert. Aber bleiben wir chronologisch.

Anfang/Mitte November kam dann ein Anruf unseres Bauunternehmers, dass der Bauantrag falsch gestellt worden ist. Die Stadt hatte also die längste Zeit, die ein Freistellungsverfahren angeblich benötigt, gebraucht, um festzustellen, dass irgendeine Fläche falsch eingetragen war und der Architekt den ganzen Antrag neu erstellen musste. Natürlich brauchte das auch wieder seine Zeit und bis dann die Stadt endlich die Genehmigung erteilt hatte, war Mitte Dezember. Jetzt war an einen Baubeginn nicht mehr zu denken.

In der zweiten Januarwoche wurde uns dann versprochen, dass die Baubesprechung in der folgenden Woche stattfinden sollte, damit der Bau begonnen werden kann, sobald der Frost weg wäre. Wir hatten auch schon einige Mal darum gebeten, dass das Haus endlich abgesteckt werden sollte, denn wir wollten einen Brunnenbauer beauftragen. Dieser muss aber wissen wo genau das Haus steht.

Die Wochen vergingen und nichts passierte. Die Baubesprechung wurde immer um eine weitere Woche verschoben. Irgendwann wurde uns dann in einem der unzähligen Telefonate mitgeteilt, dass ja der Belag für das Treppenhaus nicht in der Kalkulation enthalten sei. Dabei hatten wir zu Beginn mehrfach gefragt, ob auch wirklich alle Kosten in der Kostenaufstellung für die Finanzierung enthalten seien. "Ob die Treppe nun aus Holz oder aus Beton ist, ist preislich gesehen egal." - Tja, aber was nützt eine Betontreppen ohne Belag? Also konnten wir uns dafür auch noch einen Kostenvoranschlag einholen - schlappe 10.000€ soll der Spaß samt Verlegen kosten. Wer baut denn schon ein Zweifamilienhaus mit Holztreppe?

Anfang März war dann endlich die Baubesprechung, bei der dann mal erwähnt wurde, dass das Grundstück eventuell abgepumpt werden müsse und auch eine Bodenanalyse müsse noch gemacht werden. Wofür haben wir denn das Bodengutachten bezahlt, dass wir mit Kauf des Grundstücks erworben haben? Wir waren ernsthaft sauer und konnten immerhin die Bodenanalyse abwehren.

Am 21. März wurde dann endlich abgesteckt.



Endlich abgesteckt! - 21. März 2018


Endlich abgesteckt! - 21. März 2018

Beim Abstecken beschlossen der Bauleiter und der Bauunternehmer dann, dass die Pumpe für die Grundwassersenkung bestellt wird. Sehr nett - weitere Kosten! Sie sollte noch in der gleichen Woche kommen. Am Montag, den 26. März, sollte der Bau dann beginnen.

Der unser Hund recht ängstlich ist, gehen wir immer mal wieder in seiner neuen Wohngegend spazieren. So auch am Nachmittag des 26. März. Und was war? Es war nichts passiert. Es sah immer noch so aus wie in der Woche davor. Also erneut ans Telefon und den Bauunternehmer angerufen. Dieser verwies auf den Bauleiter, der dann meinte, dass die Pumpe noch in dieser Woche kommen würde. Also warten! Wenn alles glatt laufen würde, könnte der Bau dann nach Ostern beginnen. Böse Zungen behaupteten direkt, dass die Sommerferien auch nach Ostern seien.

Am gestrigen Tag (27. März) war dann immerhin schon mal die Pumpe und zahlreiche Rohre und Schläuche da, aber diese waren nicht angeschlossen.



28. März 2018


28. März 2018


28. März 2018


28. März 2018


28. März 2018


28. März 2018

28. März 2018

Auch heute früh (28. März) läuft die Pumpe noch nicht. Mal schauen, wie es heute Nachmittag ist. So langsam haben wir die Nase von dieser ewigen Warterei gestrichen voll, zumal es für uns einfach nur noch wie Baubeginn-Verschleppung aussieht.

Der Brunnenbauer hat natürlich nicht von heute auf morgen Zeit. Auf diesen warten wir auch noch. Ob er überhaupt tätig werden kann, wenn der Grundwasserspiegel abgesenkt wird, wird sich zeigen.

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